Flüchtlings-ABC
D

Duldung

Ein Flüchtling, dessen Abschiebung vorübergehend ausgesetzt wird, ist geduldet. Ein Grund kann zum Beispiel sein, dass es in seinem Heimatland gerade Unruhen gibt und man warten möchte, bis sich die Unruhen gelegt haben. Eine Duldung bedeutet nicht, dass man einen Aufenthaltstitel hat – denn laut Gesetz ist man unberechtigterweise noch in Deutschland. Geduldete Asylbewerber dürfen arbeiten, wenn es das Ausländeramt erlaubt, Sozialleistungen oder einen Integrationskurs bekommen sie, anders als anerkannte Flüchtlinge, nicht. Stattdessen erhalten sie die gleiche Unterstützung wie Asylbewerber, wie sie unterliegen Geduldete der Residenzpflicht.